Über die Art

Zwei Pflaumenkopfsittiche (Psittacula cyanocephala) im Flug

Der Pflaumenkopfsittich (Psittacula cyanocephala) ist ein schlanker, zierlicher Edelsittich aus Südasien. Die Art kommt natürlich auf dem indischen Subkontinent vor — von Indien, Nepal und Pakistan bis Sri Lanka und Bangladesch — wo sie in lichten Laubwäldern, an Waldrändern, in Parklandschaften und in Agrarland lebt.

Mit Schwanz misst der Vogel etwa 33 cm. Das Gefieder ist überwiegend grün, mit einem langen, spitzen, blau auslaufenden Schwanz. Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen Männchen und Weibchen (Geschlechtsdimorphismus):

  • Männchen: pflaumenroter bis violettblauer Kopf mit einem schmalen schwarzen Halsring und einem auffälligen kastanienbraunen Schulterfleck.
  • Weibchen: blaugrauer Kopf, ein blasses gelbliches Halsband und kein brauner Schulterfleck.
  • Jungvögel: grünlicher bis grauer Kopf; die Kopfzeichnung der Altvögel erscheint erst nach der ersten Mauser.

Es ist ein ruhiger, geselliger Vogel mit einer weichen, angenehmen Stimme — viel weniger schrill als die des verwandten Halsbandsittichs. In freier Wildbahn lebt er oft in kleinen Schwärmen und ist ein schneller, wendiger Flieger. Auf dem Speiseplan stehen Samen, Früchte, Beeren, Knospen und Blüten; manchmal sucht er auf Feldern nach Nahrung.

Pflaumenkopfsittiche brüten in Baumhöhlen und legen meist 4 bis 6 Eier. Aufgrund seines ruhigen Wesens und seiner schönen Farben ist er ein beliebter Volierenvogel.